Evolutionspädagogik®

 

Die Evolutionspädagogik® ist ein von Ludwig Koneberg (Institut für Praktische Pädagogik, München) und Silke Gramer- Rottler entwickelter und in der Praxis erprobter Ansatz, der auf aktuellen Erkenntnissen der Gehirn- und Lernforschung beruht.

Diese neuesten Erkenntnisse verbindet die Evolutionspädagogik mit der allbekannten, von Charles Darwin (1809-1882) wissenschaftlich fundierten Evolutionstheorie.

Die Evolutionspädagogik betrachtet allerdings nicht nur die stammesgeschichtliche Entwicklung von Lebewesen, sondern wird durch eine kulturelle Frage erweitert, die sich darauf bezieht: Was bedeutet Evolution für die Entwicklung des einzelnen Menschen und seines Gehirns?

Es wird davon ausgegangen, dass jeder einzelne Mensch vom Zeitpunkt seiner Zeugung über die Zeit von Schwangerschaft und Geburt bis hin zum dritten/ vierten Lebensjahr organisch und motorisch die einzelnen Entwicklungsstufen der Evolution durchläuft.


Dabei gibt es sieben Entwicklungsstufen:

1. Fischstufe:
Ursicherheit

(Vertrauen ins Leben, „da sein“)
2.Amphibienstufe:

Erlebnissicherheit


(Erfahren und entdecken)
3. Reptilienstufe:
Körpersicherheit

(Kraft haben)
4. Säugetierstufe:

Gefühlsicherheit

(Wahrnehmung der Gefühle)
5. Affenstufe:

Gruppensicherheit
(Sozialverhalten)
6. Urmenschstufe:
Sprachsicherheit
(Sprache als Mittel der Verständigung)
7.Menschstufe:                    

Kooperations- und Kommunikationssicherheit
(Selbstbewusstsein und Verantwortung)



Die Neurologie hat nachgewiesen, dass Intelligenz und Lernen immer mit der Bewegungsfähigkeit des Menschen zusammen hängen. Durch Bewegung bildet sich das gesamte Netzwerk im Gehirn. Kindliche Bewegungsmuster entsprechen den Stufen der Gehirnentwicklung. Wird eine Stufe nicht genügend erfahren und durchlebt, wirkt sich das auf die anderen Stufen des Gehirns aus. Es können Blockaden entstehen, die sich auf das Sozialverhalten des Kindes auswirken und vor allem im schulischen Kontext sichtbar werden.

Wichtig ist, dass die Bewegungsmuster und emotionalen Kompetenzen mit einfachen Übungen nachintegriert werden können. Unser Gehirn besitzt die Fähigkeit, durch intensives Training Defizite auszugleichen und neue Leitungsbahnen (synaptische Verbindungen) zu legen.

Weiterführende Literatur:

Ludwig Koneberg, Silke Gramer Rottler: „Die Sieben Sicherheiten, die Kinder brauchen“
ISBN-13: 978-3466307272